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Liebe Schwestern und Brüder!

Mit großer Dankbarkeit schaue ich auf die letzten fast elf Jahre zurück, in denen ich in der Pfarreiengemeinschaft und später in der Pfarrei Vorderhunsrück Ihr Pfarrer sein durfte. Den Dank möchte ich an meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Seelsorgeteam und an alle richten, die sich in dieser Zeit mit ihrer haupt- oder ehrenamtlichen Tätigkeit eingebracht haben. Ebenso bin ich dankbar für das vertrauensvolle und konstruktive Miteinander in den Räten und Gruppen der Pfarrei. Danke sage ich aber auch allen, die durch ihr Mitfeiern und ihr Beten in dieser Zeit den Glauben lebendig gehalten haben.

Auf dieser meiner ersten Pfarrstelle durfte ich Vieles lernen und kostbare Erfahrungen sammeln. Manches ist gelungen, anderes vielleicht nicht. Wo ich Fehler gemacht habe, oder Menschen verletzt habe, möchte ich von Herzen um Verzeihung bitten. Wie ein bunter Strauß Blumen, so vielfältig ist eine Pfarrei und auch die Arbeit als Priester. Es war mir eine Freude, zu sehen, was der Herr alles wachsen lässt und das Wachstum des Glaubens zu fördern im Rahmen meines Dienstes und meiner Möglichkeiten. Dankbar und auch etwas wehmütig schaue ich beim Abschiednehmen auf viele Begegnungen, Kontakte und auch freundschaftliches Miteinander zurück.

Die Stelle zu wechseln war im letzten meine Entscheidung, nicht weil es mir hier nicht mehr gefiele, sondern weil in mir nach langem Überlegen und Beten die Überzeugung gereift ist, dass eine Veränderung neue Chancen bietet, auch wenn sie mit Herausforderungen verbunden sind. „Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören“, so sagt es ein Sprichwort und so habe ich es bei der Ankündigung meines Wechsels geschrieben und so nehme ich es auch heute wahr. So darf ich ab Juli eine Auszeit und Urlaub machen, bevor ich am 20. September meine neue Aufgabe als Pfarrer der Pfarrei Daun Hl. Geist übernehme.

Mit Blick auf die kommende Zeit möchte ich allen danken, die schon jetzt und künftig Verantwortung für die Seelsorge und in der Pfarrei übernehmen und damit Sorge tragen, dass es gut weitergeht.

Im Gebet und in der Gemeinschaft der Kirche bleiben wir verbunden und so wünsche und erbitte ich uns allen an dieser Stelle Gottes reichen Segen!

Ihr Pastor Christian Adams

Vakanz bedeutet Veränderung

Kleine Pflanze sprießen aus der Erde

Liebe Pfarrangehörige,

in diesem Pfarrbrief verabschieden sich gleich zwei unserer Priester. Pastor Christian Adams verlässt Ende Juni unsere Pfarrei und Kaplan Jagodin Ende Juli. Wie gut, dass wir mit Pfarrer Mike Joe Okpalanozie weiterhin einen erfahrenen Priester in der Pfarrei behalten. Er wird in der Zeit der Vakanz der Pfarrverwalter sein. Er wird die Eucharistie mit uns feiern, Sakramente spenden und die Pfarrei offiziell leiten. Gut ist auch, dass neben ihm Diakon Jörg Hoffmann Taufen spenden und Brautpaaren bei ihrer Trauung assistieren kann.

Den Vorsitz des Verwaltungsrates wird Ursula Ritt übernehmen. Herzlichen Dank für die Bereitschaft dazu. Ich werde die Seelsorge koordinieren. Gemeinsam mit Carsten Kling, dem Team im Pfarrbüro und vielen Ehrenamtlichen können wir die Zeit der Vakanz gestalten.

Eine Vakanz bedeutet immer Veränderung. Im August kommt Pfarrer Greguric als Urlaubsvertretung zu uns. Ab September wird die Vakanz dann für alle spürbar, denn der Gottesdienstplan wird sich wesentlich verändern:

Pfr. Mike Joe Okpalanozie wird am Wochenende jeweils drei Hl. Messen feiern, alle drei Wochen eine vierte. So ist in der Regel gewährleistet, dass alle drei Wochen in jedem Pfarrbezirk eine Hl. Messe gefeiert wird. Es wird eine verlässliche Gottesdienstzeit in der Pfarrei geben:

Am Sonntag feiern wir um 10:30 Uhr ein Hochamt in Emmelshausen. Die Anzahl der Messen während der Woche wird ebenfalls an den Dienst eines Priesters angepasst. Es gibt Frauen und Männer in unserer Pfarrei, die die Beauftragung des Bischofs zur Leitung von Wortgottesfeiern haben. Diese Personen werden Gottesdienste feiern, dort, wo sie angenommen und gerne mitgefeiert werden.

Zur Erstellung des Gottesdienstplans für die Zeit von September bis Dezember wird es ein Treffen für Interessierte geben. Es findet am Donnerstag, den 16. Juli um 20:00 Uhr im Pfarrheim in Emmelshausen statt. An diesem Abend können wir überlegen, welche besondere Anlässe (Patronatsfeste, Kirmes …) in diesem Zeitraum gefeiert werden sollen und wie das für alle gut möglich ist. Herzliche Einladung!

Ich bin davon überzeugt, dass wir miteinander eine gute Vakanz gestalten können, wenn wir auf die ganze Pfarrei schauen und füreinander da sind. Es wird viele Möglichkeiten des gemeinsamen Gebets und der Begegnung geben. Schauen wir dankbar zurück auf die vergangenen Jahre und gehen frohen Mutes in die Zukunft. Ich vertraue darauf, dass Gott uns beisteht und weiterhin mit uns auf dem Weg ist. Bitten wir ihn um seinen Segen und beten wir für einen guten neuen Pfarrer.

Gemeindereferentin Petra Kollmar

Kaplan Jagodin verabschiedet sich

Kaplan Antonio Jagodin

Liebe Schwestern und Brüder der Pfarrei Vorderhunsrück St. Hildegard,

nach drei gemeinsamen Jahren heißt es für mich nun Abschied nehmen. Mit großer Dankbarkeit blicke ich auf die Zeit zurück, die ich zunächst als Pastoralpraktikant, dann als Diakon und schließlich als Kaplan in dieser Pfarrei verbringen durfte. Von Herzen danke ich Ihnen dafür, dass Sie mich von Anfang an so herzlich aufgenommen haben. Als ich vor drei Jahren hierherkam, war vieles neu. Umso mehr haben mich Ihre Offenheit, Freundlichkeit und die Bereitschaft berührt, mich an Ihrem Leben und Glauben teilhaben zu lassen. Aus vielen Begegnungen sind wertvolle Beziehungen und schöne Erinnerungen geworden. Ich danke Ihnen für das gemeinsame Beten und Feiern, für die vielen Gespräche, Begegnungen und Zeichen der Verbundenheit. Vor allem danke ich Ihnen für das Vertrauen, das Sie mir entgegengebracht haben. Priester zu sein bedeutet nicht,

den Glaubensweg allein zu gehen. Es bedeutet, ihn gemeinsam mit Menschen zu gehen, die beten, mittragen, ermutigen und manchmal auch herausfordern. Besonders prägend waren für mich meine Diakonen- und Priesterweihe. Die große Anteilnahme von Ihnen, das Mitbeten, Mitfeiern und Mitfiebern haben mich tief berührt. Viele von Ihnen haben diesen wichtigen Abschnitt meines Lebens begleitet. Dafür werde ich immer dankbar und mit der Pfarrei verbunden sein. In Erinnerung bleiben werden mir die vielen Gottesdienste, unsere Wallfahrten, die „41 Stunden für und mit Gott“, die wöchentliche eucharistische Anbetung sowie die zahlreichen Begegnungen und Projekte, die wir gemeinsam gestalten durften. Durch Ihre Glaubenszeugnisse, Ihre Fragen, Sorgen und Freuden haben Sie meinen Dienst bereichert und geprägt. Dankbar bin ich auch für ehrliche Rückmeldungen und kritische Anmerkungen. Sie haben mir geholfen, meinen Dienst immer wieder zu reflektieren und daran zu wachsen. Wo ich Menschen enttäuscht, verletzt oder Entscheidungen getroffen habe, die sie nicht nachvollziehen konnten, bitte ich herzlich um Verzeihung. Mit großer Überzeugung kann ich sagen: Diese Pfarrei war für mich die perfekte erste Stelle. Hier durfte ich wachsen, lernen und die ersten Schritte meines geistlichen und priesterlichen Dienstes gehen. Bewusst wird es keine große Verabschiedungsfeier geben. Unser Pastor wurde bereits verabschiedet, zudem liegen die letzten Gottesdienste mitten in der Ferienzeit. Das Wichtigste ist ohnehin, gemeinsam Gott für die vergangenen Jahre zu danken und ihm die Ehre zu geben. So blicke ich voller Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit zurück. Viele Menschen haben meinen Weg begleitet und mein Leben geprägt. Dafür werde ich stets dankbar bleiben und die Pfarrei Vorderhunsrück St. Hildegard in guter Erinnerung behalten. Zum Schluss habe ich noch eine Bitte: Begleiten Sie mich auch weiterhin mit Ihrem Gebet. So wie mich Ihr Gebet in den vergangenen Jahren getragen und gestärkt hat, werde ich es auch auf meinem weiteren Weg brauchen. Zugleich verspreche ich Ihnen, für die Menschen und die Pfarrei Vorderhunsrück St. Hildegard zu beten. Auch wenn sich unsere Wege äußerlich trennen, bleiben wir als Glaubende und als Kirche im Gebet miteinander verbunden.

Vergelt's Gott für alles!                                                           

Kaplan Antonio Jagodin