In unserer Welt scheint manches "drunter und drüber" zu gehen. Die politischen Kräfte und Mächte in der Welt und in unserem Land scheinen ins Wanken zu geraten. Unsicherheit und Angst sind Gefühle, die in vielen Menschen aufkommen und die wirtschaftlichen Folgen bringen viele Menschen in Not und Sorge. Schnelle Lösungen sind oft nicht in Sicht. Auch in der Kirche wird oft diskutiert und gestritten, welches der richtige Weg in die Zukunft ist.
Für uns Christen ist es daher Jahr für Jahr ein Geschenk, dass wir mit dem Pfingstfest das Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes feiern dürfen. Wie schön ist es, dass wir auch in diesem Jahr wieder viele Gelegenheiten haben, um für das Kommen des Heiligen Geistes zu beten und das Fest seiner Herabkunft zu feiern. Ein Sprichwort sagt, dass man den eigenen Vogel nicht für die Taube des Heiligen Geistes halten soll. Das will heißen, dass dieser Heilige Geist Gottes eben immer ein Geschenk Gottes an uns und an seine Kirche ist, für das wir uns immer wieder neu öffnen dürfen. Heiligen Geist kann man nicht selbst machen, er ist und bleibt eine Gabe Gottes.
An uns ist es, für diese Gabe immer wieder offen zu sein und die Geister zu unterscheiden, die in unserer Welt und in unserem Leben am Werk sind. Jesus selbst sagt im Johannesevangelium (6, 63) "Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben." Lassen wir uns also ansprechen von diesem Wort des Herrn, dass der Heilige Geist auch uns mit Leben und Lebendigkeit erfüllen kann. Auch wenn unsere eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Empfindungen ihre Berechtigung und ihren Wert haben, so dürfen wir sie immer wieder am Wort des Herrn messen und ausrichten, denn sein Wort will uns den Weg zum Leben weisen.
Ich wünsche uns, dass die Gaben des Geistes auch in uns aufs Neue wirken: Die Gabe der Weisheit und der Einsicht, die Gabe des Rates und der Kraft, die Gabe der Erkenntnis und der Furcht des Herrn und der Frömmigkeit. Mit diesen guten Geistesgaben sind wir als Kirche, als Gemeinde und als Christinnen und Christen auf einem guten Weg. Gottes Segen möge uns alle begleiten!
Ihr Pastor Christian Adams





